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ein segeltörn in die vergangenheit


 
das revier
nach dem asienfeldzug alexander des grossen, breitete sich die griechische kolonisation bis in das innere anatoliens hinein aus, alexander der grosse war einer der größten herrscher zur hellenistischen zeit (323 – 330 v. chr.).

die römer hinterließen auch in der türkei ihre spuren. sie nahmen – mehr oder weniger – den gesamten damaligen mittelmeerraum ein, rom als der mittelpunkt, und zeigten große erfolge bei der anbindung anatoliens mit der küste. die römer waren meister im erschaffen neuer infrastrukturen und siedlungen. im jahre 395 n. chr. erfolgte die zweiteilung roms, das oströmische reich entstand. constantinius wählte byzantion (istanbul) zu seiner hauptstadt.

die ersten türken in anatolien waren im 6. jhd. über den balkan eingewandert. im 9. bis 11. jhd. folgten weitere stämme aus türkistan. durch die einwanderung der türken setzte in inneranatolien eine weitere entwicklung und verbesserung der städte und ökonomie ein.

nach der niederlage der byzantiner im 11. jhd. (schlacht von malazgirt, 1071) nahm der anteil an turkmenen im anatolischen bereich noch mehr zu. byzanz, dass 1075 zum zweiten mal den türken unterlag, verlor fast alle ländereien und besitze, bis auf istanbul. die herrscher- bzw. regierungszeit des izzetin keykavus (1211-20) und des alaeddin keykubat (1220-37) waren die glanzzeiten der anatolischen seldschuken.
das seldschukische reich löste sich im 13. jhd. nach der mongolischen invasion auf. osman bey eroberte ein kleines landstück und machte bursa zur hauptstadt. dieses landstück weitete sich von jahr zu jahr aus, und überwand im 14. jhd. die meerenge von çanakale und ging schlussendlich bis in den balkan hinein. im 15. jhd. nahm osman’s reich alle provinzen anatoliens und im jahr 1453 schließlich die hauptstadt byzantiniens, konstantinopel (istanbul) ein.

die osmanen erlangten durch ihre schlachten ein imperium, welches bis nach europa reichte (anatolien, syrien, ägypten, arabien, irak, nordafrika). zum ende des 18. jhd. nahm die landesfläche stätig ab. das 623 jahre bestehende osmanische reich wurde nach dem 1. weltkrieg unter den engländern, franzosen, italienern und einigen minoritäten aufgeteilt.

zwischen 1919-1923 wurde unter der führung atatürks gegen die feinde, die das osmanen reich untereinander aufgeteilt hatten, ein harter erbitterter kampf ausgetragen, in den wiedergewonnen ländereien und gebieten wurde die regierung des padischah aufgehoben, an stelle dessen, wurde am 29. oktober 1923 die neue türkische republik gegründet.
atatürk gründete nach dem 1. weltkrieg die türkische republik, welche auf den halbinseln von thrakien und anatolien liegt – dort, wo europa sich mit asien verbindet. im norden liegt das schwarze meer, im süden das mittelmeer und im westen die ägäis. zwischen dem schwarzen meer und der ägäis liegt das marmara meer, das mit den meerengen von istanbul und çanakkale diese beiden meere verbindet. 1950 nahm die türkei am korea krieg teil, 1952 wurde sie mitglied der nato, 1954 gründete sie das balkan bündnis und 1955 wurde das bagdad abkommen geschlossen.

gazi mustafa kemal atatürk wurde 1881 in saloniki geboren und verstarb am 10. november 1938. mit der republikgründung 1923 wurde das sultanat aufgehoben.
atatürk, war davon überzeugt, dass die türkei mit der weiterentwicklung die westliche kultur erlangen könnte, durch zahlreiche reformen, änderungen und abschaffungen hat er den grundstein dazu gelegt.

z. bsp.: aufhebung des sultanats; zentrale führung des bildungswesens; aufhebung der religionsorientierten gerichte; aufhebung der hohen landsteuern; schließung der orden und ihre pilgerstätten; einführung der hutpflicht; änderung des kalenders und der uhrzeit nach internationalen richtlinien; verabschiedung des türkischen bürgerlichen gesetzbuches; annahme der internationalen zahlen; abschaffung des arabischen alphabets und einführung des lateinischen alphabets; eröffnung offizieller staatlicher schulen; übersetzung des korans und des gebetsrufes ins türkische; abschaffung von titeln und speziellen trachten, die das volk in verschiedene stufen unterteilten; und die wichtigsten reformen unter atatürk: die verankerung der eheschließungsgesetze im bürgerlichen gesetzbuch; die abschaffung der polygnie; die einführung des rechtes für frauen, zu wählen und gewählt zu werden (1938).

der grundstein war gelegt ...


 

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